Chronik des OV Teublitz

Teublitz hatte um 1900 bereits 932 Einwohner, die in 90 Wohngebäuden lebten und 205 Familien bildeten. Viele der Familienväter waren im Eisenwerk Maxhütte im Zweischicht betrieb beschäftigt. Kein Wunder, dass die Gewerkschaft Deutscher-Metallarbeiter Verband/DMV) bereits damals eine gewichtige Rolle in der Arbeiterbewegung spielte. 1902 wurde in Leonberg die erste Sektion des Sozialdemokratischen Vereins gebildet. Ab 1906 gab es in Teublitz Mitglieder bzw. Vertrauensmänner der „SPD“, unter ihnen Hans Schmid. Weitere Pioniere des SPD-Ortsvereins Teublitz waren Michael Knerer, Georg Neumüller, Johann Meier, Josef Schmidt und Adam Gebhard.
Nachdem bei den Gemeinderatswahlen 1908, die zum ersten Mal nach dem Verhältniswahlrecht durchgeführt wurden, einzig die beiden Kreise Niederbayern und Oberpfalz ohne sozialdemokratische Vertretung in den städtischen Rathäusern geblieben waren, wurden – so auch in Teublitz – Heimat- und Bürgerrechtsvereine gegründet.
Die Bürgermeister- und Gemeindewahl 1912 brachte den ersten Erfolg. Josef Frieser wurde zum ersten Bürgermeister von Teublitz gewählt.
Am 7. November 1918 – also nach dem 1. Weltkrieg – erklärte Kurt Eisner Bayern zum Freistaat. In Teublitz blieb der Gemeinderat im Amt. An den Sitzungen nahmen aber ein Bauernrat und zwei Arbeitsräte teil. Diese waren Martin Schindler und Josef Frey.
 Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler Reichskanzler. Bei der Volksabstimmung 1934 zur Bestätigung Hitlers zum Reichskanzler stimmten in Teublitz 908 mit ja, 67 mit nein, 15 Stimmzettel waren ungültig.
Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden im Einverständnis mit der Besatzungsmacht kommissarisch Beauftragte in der Gemeindevertretung eingesetzt. Am 10. Mai 1945 fand die erste Sitzung der kommissarische bestimmten Marktgemeinderäte statt. Als 1. Bürgermeister wurde wieder Josef Frieser eingesetzt.
Am 1. Januar 1946 versammelten sich im alten Rauchsaal 33 Teublitzer Männer mit dem Ziel, einen Ortsverein der SPD zu gründen.
Als 1. Vorsitzender wurde Karl Ostermeier gewählt, als 2. Vorsitzender Alois Duschinger.
Am 27. Januar 1946 fand die erste Gemeindewahl nach dem Krieg statt. Die SPD erhielt 431 oder 48,2 % der Stimmen. Gewählt wurden als 1. Bürgermeister Josef Karl und als SPD-Gemeinderäte Alois Duschinger, Johann Meier und Michael Ernst.
Am 25. April 1947 stand die Verschmelzung der KPD und der SPD zur sozialistischen Einheitspartei (SED) zur Abstimmung. Der Ortsverein Teublitz lehnte dies einstimmig ab. Bei der Bürgermeisterwahl 1948 wurde in einer Stichwahl der (parteilose) SPD-Kandidat Heinrich Müller zum 1. Bürgermeister gewählt. Bei der Bürgermeisterwahl 1040 konnte sich der SPD-Kandidat Konrad Fleischmann bei der Stichwahl nicht durchsetzen. Gewählt wurde Josef Hochstettler.
Bei der Landtagswahl im Jahr 1950 erhielt die SPD 58,4 %. Demgegenüber war die Mitarbeit der Mitglieder nicht mehr so stark. Bei der Jahreshauptversammlung am 7. Januar 1951 waren nur 14 von mehr als 50 Mitgliedern anwesend.
Am 27. Januar 1952 trafen sich 35 Mitglieder aus den Ortsvereinen Maxhütte (alle Mitglieder des Ortsvereins Maxhütte hatten ihren Wohnsitz in Koppenlohe oder in der Hugo-Geiger-Siedlung) und Teublitz zur Aufstellung eines Bürgermeisterkandidaten. Diesmal einigten sich die Mitglieder auf den Kandidaten der parteifreien Wählervereinigung, Josef Hochstettler.
Am 22. Mai 1952 übernahm Michael Knerer den Vorsitz des SPD-Ortsvereins. Im selben Jahr wurde eine Falkengruppe gegründet. 1953 ergab sich eine Diskussion um den Schulsprengel Koppenlohe/Hugo-Geiger-Siedlung mit der Absicht, das Gebiet nach Maxhütte einzuverleiben. Der Schriftführer des Ortsvereins Michael Meier wurde als Mitglied der Fraktion beauftragt, einen Brief an den Abgeordneten Franz Sichler zu schreiben mit dem Ziel, Teublitz zur Stadt zu erheben. Am 16. Mai 1953 nahm sich der damalige Bayerische Innenminister Dr. Wilhelm Hoegner bei einem Besuch im Rathaus diesem Anliegen an.
Am 31. Juli 1954 fasste der Ortsverein einstimmig den Beschluss, dass der Freistaat seinen 26%-Anteil an der Maxhütte nicht an Friedrich Flick veräußern soll. Der Verkauf der Aktienanteile wurde trotzdem vollzogen.
1955 wurde zum ersten Mal in Teublitz eine Maikundgebung durchgeführt. Am 26. Januar 1956 wurde Michael Knerer wieder zum Ortsvorsitzenden gewählt. Gegenkandidat war Josef Rothauscher. Voraus gingen heftige Auseinandersetzungen. Dies führte bei der Stadtratswahl 1956 zu einem Verlust von 9,6 % der Stimmen.
Am 22. Juli 1956 wurde im Gasthof Graf in Katzdorf ein SPD-Ortsverein gegründet.
Die Landtagswahl am 23. November 1958 war ein Riesenerfolg, über 64 % der Stimmen erhielt der SPD-Kandidat Franz Sichler.
1959 ein Jahr der Aufbruchstimmung. Die Mitgliederzahl wuchs auf 149 an. Am 8. und 9. Juli feierte der Ortsverein anlässlich des 50jährigen Gründungsfestes seine Fahnenenthüllung. Festleiter war Josef Rothauscher. Kosten der Fahne: 450 DM (Fahnenstange: 120 DM). Pate war der SPD-Ortsverein Burglengenfeld.
1960 wurde Josef Rothauscher zum Bürgermeister gewählt. 16 Genossen kandidierten für den Stadtrat, davon waren 12 im Eisenwerk Maxhütte beschäftigt.
Am 1. Mai 1961 sprach bei einer Maikundgebung im Stadtpark Waldemar von Knoeringen. 1961 – Jahr des Berliner Mauerbaus. In Klardorf feierte der SPD-Ortsverein sein 40jähriges Gründungsfest mit dem Festleiter Hans Schuierer. Pate war der Ortsverein Teublitz.
Am 17. Juni 1962 wurde in Teublitz der „Internationale Frauentag“ abgehalten. Hauptrednerin war Frau Annemarie Renger. Am 11. November 1962 war Oberbürgermeister Dr. Hans Vogel zu Gast.
Am 27. Oktober 1963 fand im Rauchsaal auf Unterbezirksebene die Hundertjahrfeier der SPD statt. Festredner war Dr. Wilhelm Hoegner. Verbunden mit einem Unterbezirkstreffen fand am 16. August 1964 im Stadtpark erstmals das Kinderfest statt. Purer Zufall war es, dass sich zu Beginn des Festes über dem Stadtpark die Jung- und Altstörche sammelten und ein paar Runden drehten. Nach den Kommunalwahlen 1966 stellte die SPD den Bürgermeister (Josef Rothauscher) und drei Viertel der Städträte. Am 26. Juni wurde in Saltendorf ein eigener Ortsverein gegründet, am 11. Dezember in Premberg.
Am 8. März 1970 wurde Hans Schuierer zum Nachfolger von Landrat Dr. Haschke gewählt.
Am 1. April 1971 wurden Katzdorf und Münchshofen nach Teublitz eingemeindet.
Als Nachfolger des am 5. Mai 1973 verstorbenen Bürgermeisters Josef Rothauscher wurde am 29. Juli 1973 mit 57 % Rudolf Lenk gewählt.
Die SPD-Frauengruppe wurde am 10. März 1973 gegründet.
Xaver Detter führt die Geschicke des Ortsvereins ab 2002 Der Ortsverein zählte damals 174 Mitglieder.
Seit 1. August 2010 steht mit Romy Hermann-Reisinger eine Frau an der Spitze des Ortsvereins. Ihr Ziel ist es durch aktive und solidarische Arbeit das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der Mitbürgerinnen und Mitbürger zu gewinnen. Die Arbeit für die Gemeinschaft soll eine bessere, soziale und gerechte Politik in den Vordergrund stellen. Besonders Augenmerk soll auf die Jugend- und Seniorenarbeit gelegt werden.

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